Aus der Geschichte

Federanko / Bartalsky
HSV Klosterneuburg

Wenn heute entlang der Donau sportliche Zillenwettkämpfe oder Feuerwehrleistungsbewerbe ausgetragen werden, ist daran zu denken, dass bis zur Jahrhundertwende die Donau der Verkehrs- und Verbindungsweg war, auf dem Flösse mit bis zu 700 Festmeter Holz transportiert wurden, oftmals tausende Mann Kriegsgruppen seit der Römerzeit verschifft wurden bzw. seit undenklichen Zeiten mit Pferden Lastboote von zum Teil kaum vorstellbaren Dimensionen gegenwärts gedreidelt wurden.

Man bezeichnet heute noch alte Wege entlang der Donau als Treppelwege.

Innerhalb der großen Palette von Wasserfahrzeugen stellte die Zille das handlichste Universalfahrzeug dar, von dem aus Ankerketten ausgebracht wurden, mit der Personen übersetzt wurden und in der Fischerei und Jagd Einsatz fanden.

Der Zillensport stellte in den 20er und 30er Jahren eine in Österreich bedeutende Sportart dar - bei den Meisterschaften, die mit umfangreichen Rahmenprogrammen ausgetragen worden waren, wurden mehrere tausend Zuschauer gezählt.

Wagner Michael und Wagner Thomas
HSV-OÖ

In den Kriegs- und Nachkriegsjahren ziemlich in Vergessenheit geraten, waren es in den 60er Jahren vor allem Bundesheer, Feuerwehrverbände und Exekutiveinheiten, die das Zillenfahren wieder in ihre Ausbildungsprogramme aufnahmen. Daraus entstanden in weiterer Folge wieder Vereine und Organisationen, die das Zillenfahren als sportliche Wettkämpfe austrugen.

Im Jahre 1977 schlossen sich mehrere solche Vereine und Organisationen zum Österreichischen Zillensport Verband mit dem Ziel zusammen, den Zillensport wieder zu mehr Bedeutung zu verhelfen und die so traditionsträchtige Art des Wasserfahrens auf sportliche Weise wieder zu beleben.